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Neoliberalismus

Warum ich das Wort Content nicht mehr benutze

Neulich sagte jemand zu mir, ich solle mehr Content machen. Für LinkedIn. Für die Sichtbarkeit. Ich solle meinen Content recyclen, repurposen. Repurposen. Ein erwachsener Mensch sagte das. Ich bin seit 1996 Coach, ich schreibe, fotografiere, denke. Nichts davon ist Content. Warum ich das Wort nicht mehr benutze und was es über unsere Zeit verrät.

Lang lebe Mama

Was schenkt man Remote-Teams ohne Büro, ohne Obstkorb, ohne Kicker? Eine Gründungsperson hat die Antwort gefunden: die eigene Mutter. Als Benefit. Per Minijob. Eine Kolumne über LinkedIn-Posts, die Fürsorge als Innovation verkaufen, Mutterschaft als SEO-Strategie betreiben und Geburten zu Organisationsdiagnosen machen.

Mehr Markt, mehr Formulare

Es gibt diese Momente gehetzter Selbstfremdheit, in denen man das eigene Leben wie durch Milchglas wahrnimmt – anwesend, aber merkwürdig unerreichbar. Der Essay erkundet jene vergessene Kunstfertigkeit des Innehaltens, die das Spektakuläre im Gewöhnlichen aufscheinen lässt, wenn man nur lange genug hinschaut. Oder besser: wenn man aufhört, woanders hinzuschauen.