Tag

Gelassenheit

Jenseits des Hypes

Die Hypes kommen in Wellen. Die Namen wechseln, die Struktur bleibt. Jedes Mal dieselbe Dringlichkeit: Wer jetzt nicht handelt, verliert den Anschluss. Und jedes Mal zeigt sich nach einiger Zeit, dass der Anschluss an einen Zug, der in die falsche Richtung fährt, kein Gewinn ist.

Die Armada der organischen Papageien

Microsoft, Google und Co. investieren 380 Milliarden in KI, während sie über 5.000 MVPs und GDEs mobilisieren – stochastische Papageien aus Fleisch und Blut, die als Berater die plattformkonforme Transformation vorantreiben. Community-Leadership wird zum Vehikel für Lock-in und eine sanfte, aber gründliche Übernahme.

Gefühlsökonomie als Geschäftsmodell

New Work verspricht Befreiung durch Gefühle am Arbeitsplatz. Tatsächlich beschreibt die fröhliche Aufforderung "Bringt eure Emotionen mit zur Arbeit" die finale Kolonialisierung: Listen okayifizieren das Herzklopfen, Vulnerable Leadership macht die Träne zum Führungsinstrument, der Safe Space normalisiert die Preisgabe. Was als Emanzipation daherkommt, funktioniert als Enteignung des Letzten.

Die Lernreise zum Kühlschrank

Gehringer/Auwermann perfektionieren das Militarisierungs-Marketing: Ihr „Sicherheitsdialog Deutschland" tarnt die Verwandlung von 83 Millionen Bürgern in eine kriegstaugliche Truppe als partizipativen Dialog. Volkssturm 4.0 – digital optimiert, diversity-zertifiziert, orwellsch geschminkt.

Die Tyrannei des Gesehen-Werden-Müssens

Alle schreien „Schaut her!", während niemand mehr hinschaut. Die Sichtbarkeitsobsession hat sich verselbstständigt – von KI-generierten Hooks bis zur Führungskraft, die ihre Banalitäten als strategische Weitsicht verpackt. Ein sabberndes Grundrauschen, in dem das Essentielle verstummt. Dabei wäre Schweigen manchmal die bessere Wahl. Hat nur keine Reichweite.

Wenn die Streusel sich für den Kuchen halten

50 KI-Assistenten, Mitarbeitergespräche mit Chatbots, LinkedIn-Sichtbarkeit bis in deutsche Landtagssäle: Während der Mittelstand an fehlendem Wissen, Rechtsunklarheit und Datenschutzbedenken scheitert, inszenieren sich Digital-Propheten als Retter einer Krise, die sie selbst konstruieren. Eine Kolumne über Heilsversprechen, Bananenprodukte und die Kunst, Textgeneratoren zu transformativen KI-Lösungen umzuetikettieren.
Sticky Post

Das metalabor

48 Stunden, zwölf Menschen, eine Fragestellung. Seit 2016 treffen sich Führungskräfte, Kreative und Grenzgänger im Taunus zu einer experimentellen Denkwerkstatt. Selbstorganisiert, ohne festes Programm – alles Weitere entsteht vor Ort.

Mehr Markt, mehr Formulare

Es gibt diese Momente gehetzter Selbstfremdheit, in denen man das eigene Leben wie durch Milchglas wahrnimmt – anwesend, aber merkwürdig unerreichbar. Der Essay erkundet jene vergessene Kunstfertigkeit des Innehaltens, die das Spektakuläre im Gewöhnlichen aufscheinen lässt, wenn man nur lange genug hinschaut. Oder besser: wenn man aufhört, woanders hinzuschauen.

Wann Führung gelingt

Es gibt diese Momente gehetzter Selbstfremdheit, in denen man das eigene Leben wie durch Milchglas wahrnimmt – anwesend, aber merkwürdig unerreichbar. Der Essay erkundet jene vergessene Kunstfertigkeit des Innehaltens, die das Spektakuläre im Gewöhnlichen aufscheinen lässt, wenn man nur lange genug hinschaut. Oder besser: wenn man aufhört, woanders hinzuschauen.

Die Magie bewusster Unterbrechungen

Es gibt diese Momente gehetzter Selbstfremdheit, in denen man das eigene Leben wie durch Milchglas wahrnimmt – anwesend, aber merkwürdig unerreichbar. Der Essay erkundet jene vergessene Kunstfertigkeit des Innehaltens, die das Spektakuläre im Gewöhnlichen aufscheinen lässt, wenn man nur lange genug hinschaut. Oder besser: wenn man aufhört, woanders hinzuschauen.
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