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Taijiquan Tag – Juli 2026

Der Taijiquan-Tag richtet sich an Neugierige und Übende gleichermaßen. Der Vormittag lädt zum Reinschnuppern ein: Wir üben Gesten und Bilder des Taijiquan und erkunden die besonderen Aspekte der Übungspraxis. Am

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Beratung ohne Ratschlag

Eine Klientin bittet: „Sagen Sie mir, was ich tun soll.“ Was passiert, wenn auf diese Bitte Schweigen folgt? Ein Text über die Kunst, die Sokrates Hebammenkunst nannte – und die im Beratungshandwerk bis heute unterschätzt wird. Über Maieutik, systemische Differenz und daoistisches Gegenüber.

Vom Halluzinieren

„Halluzination” klingt nach Ausnahme, nach Bug, nach Genesung in Aussicht. Karen Hao widerspricht: Sprachmodelle tun genau das, wofür sie gebaut wurden — statistische Muster fortsetzen, überzeugend klingen, unabhängig davon, ob der Inhalt stimmt. Über eine Metapher, die unsere Erwartungen verformt — und warum das gefährlicher ist als die Fehler selbst.

Das Subtraktionsproblem

Ein großes Sprachmodell, aufgerufen mit einer Anforderung (Prompt), antwortet. Es antwortet ausführlich, es antwortet strukturiert, es antwortet mit Unterpunkten und Zusammenfassungen und Querverweisen und Abwägungen, es produziert, was es produzieren kann, das ist sein Wesen, es produziert, weil Produktion das Einzige ist, weil Produktion sein einziges Verhältnis zur Anforderung ist, diese Textmaschinen, die niemals schweigen, niemals innehalten, niemals sagen: das lasse ich jetzt weg, weil das Weggelassene die eigentliche Aussage trägt.

Führung ist keine Eigenschaft

Draußen explodieren die Forsythien, die Amseln singen, als ginge es um alles — und mittendrin sitze ich in einem Coachingraum, in dem seit vier Minuten niemand gesprochen hat. Stille ist keine Leere. Sie ist Anwesenheit, Dichte, Raum. Gerade wenn im Frühling alles aufbricht und die Holz-Energie nach außen drängt, wird die Stille zur Ressource. Über Gelassenheit, Wu Wei und die Kraft des Nicht-Reagierens.

Grenzen, die Auskunft geben

Ein zwölfjähriger Junge, dreimal die Woche Training, samstags Spiel – und immer unter den Augen eines Vaters, der einmal selbst zu langsam war. Was wollen wir unseren Kindern beibringen? Dass Grenzen da sind, um verschoben zu werden? Oder dass Grenzen Auskunft geben – über das, was Wurzeln schlagen lässt?

Die Stille hören

Draußen explodieren die Forsythien, die Amseln singen, als ginge es um alles — und mittendrin sitze ich in einem Coachingraum, in dem seit vier Minuten niemand gesprochen hat. Stille ist keine Leere. Sie ist Anwesenheit, Dichte, Raum. Gerade wenn im Frühling alles aufbricht und die Holz-Energie nach außen drängt, wird die Stille zur Ressource. Über Gelassenheit, Wu Wei und die Kraft des Nicht-Reagierens.