Der Taijiquan-Tag richtet sich an Neugierige und Übende gleichermaßen. Der Vormittag lädt zum Reinschnuppern ein: Wir üben Gesten und Bilder des Taijiquan und erkunden die besonderen Aspekte der Übungspraxis. Am
Der Taijiquan-Tag richtet sich an Neugierige und Übende gleichermaßen. Der Vormittag lädt zum Reinschnuppern ein: Wir üben Gesten und Bilder des Taijiquan und erkunden die besonderen Aspekte der Übungspraxis. Am
Eine Klientin bittet: „Sagen Sie mir, was ich tun soll.“ Was passiert, wenn auf diese Bitte Schweigen folgt? Ein Text über die Kunst, die Sokrates Hebammenkunst nannte – und die im Beratungshandwerk bis heute unterschätzt wird. Über Maieutik, systemische Differenz und daoistisches Gegenüber.
Führungskräfteentwicklung arbeitet an Personen. Sie optimiert Eigenschaften, misst Kompetenzen, schult Verhalten. Was dabei aus dem Blick gerät: Führung entsteht nicht in Personen — sie entsteht zwischen ihnen.
„Halluzination” klingt nach Ausnahme, nach Bug, nach Genesung in Aussicht. Karen Hao widerspricht: Sprachmodelle tun genau das, wofür sie gebaut wurden — statistische Muster fortsetzen, überzeugend klingen, unabhängig davon, ob der Inhalt stimmt. Über eine Metapher, die unsere Erwartungen verformt — und warum das gefährlicher ist als die Fehler selbst.
Ein großes Sprachmodell, aufgerufen mit einer Anforderung (Prompt), antwortet. Es antwortet ausführlich, es antwortet strukturiert, es antwortet mit Unterpunkten und Zusammenfassungen und Querverweisen und Abwägungen, es produziert, was es produzieren kann, das ist sein Wesen, es produziert, weil Produktion das Einzige ist, weil Produktion sein einziges Verhältnis zur Anforderung ist, diese Textmaschinen, die niemals schweigen, niemals innehalten, niemals sagen: das lasse ich jetzt weg, weil das Weggelassene die eigentliche Aussage trägt.
Draußen explodieren die Forsythien, die Amseln singen, als ginge es um alles — und mittendrin sitze ich in einem Coachingraum, in dem seit vier Minuten niemand gesprochen hat. Stille ist keine Leere. Sie ist Anwesenheit, Dichte, Raum. Gerade wenn im Frühling alles aufbricht und die Holz-Energie nach außen drängt, wird die Stille zur Ressource. Über Gelassenheit, Wu Wei und die Kraft des Nicht-Reagierens.
Ein zwölfjähriger Junge, dreimal die Woche Training, samstags Spiel – und immer unter den Augen eines Vaters, der einmal selbst zu langsam war. Was wollen wir unseren Kindern beibringen? Dass Grenzen da sind, um verschoben zu werden? Oder dass Grenzen Auskunft geben – über das, was Wurzeln schlagen lässt?
Draußen explodieren die Forsythien, die Amseln singen, als ginge es um alles — und mittendrin sitze ich in einem Coachingraum, in dem seit vier Minuten niemand gesprochen hat. Stille ist keine Leere. Sie ist Anwesenheit, Dichte, Raum. Gerade wenn im Frühling alles aufbricht und die Holz-Energie nach außen drängt, wird die Stille zur Ressource. Über Gelassenheit, Wu Wei und die Kraft des Nicht-Reagierens.
Woher kommt die Überzeugung, dass der Mensch richtig ist? Eine Spurensuche, die bei Laozi beginnt, über Carl Rogers und die Systemtheorie führt und in dreißig Jahren Coaching-Praxis ankommt. Über den Unterschied zwischen Reparatur und Begleitung. Und die Frage, was geschieht, wenn wir aufhören, Menschen zu verbessern.
Schon Kinder lernen, dass sie nicht genügen. Schule, Ausbildung, Beruf – überall derselbe Blick auf das, was fehlt. Der Satz „Du bist richtig“ widerspricht dieser Prägung. Er ist kein Kompliment und keine Einladung zum Stillstand. Er ist eine Standortbestimmung, die den Menschen vor sich selbst stellt. Und das ist unbequemer, als es klingt.