Es gibt Situationen, in denen sich viele Leute unbehaglich fühlen. K. sagte, vor ein paar Wochen habe sie wieder einmal die Lust verspürt, an einem freien Tag baden zu gehen. Sie wohnt in einer Region, in der es eine ganze Reihe stillgelegter Kiesgruben gibt. Nach Jahren der Renaturierung sind einige von ihnen die reinsten Idyllen:
Und die Moral von der Geschicht? Nein, bitte bloß nicht kalauern. Allerdings landet man in vielen Diskussionen an einem Punkt, an dem es heißt: „Du solltest dieses und jenes…“ oder in der verstärkten Variante gar „du sollst (nicht)“ oder „du musst“. Als halbwegs renitentem Burschen haben mich in meiner Kindheit derartige Kommandos stets aufs Mark
Es gibt eine ganze Reihe von Wörtern, die durch etliche Generationen regelrecht verhunzt worden sind. Eins davon ist die Demut. Jeder denkt dabei an eine devote, also untergebene Unterwürfigkeit: eine abgründige Mischung aus Angst und Einschleimen vor irgendwelchen Autoritäten. Das ist sicher das Erbe unserer christlichen Religionsgeschichte in Verbindung mit früherer Feudalherrschaft. Das, so könnte
K. wirkte resigniert, als ich sie vor ein paar Monaten zu einer Veranstaltung an der Grundschule traf. Sie hat zwei Kinder im Alter von vier und sieben Jahren. Als ich sie fragte, was passiert sei, meinte sie, ihr sei eine Leitungsposition angeboten worden. „Hey, das ist doch wunderbar“, meinte ich. Nein, sei es gar nicht,
Gestern sprach ich mit B. Das ist ein geistig ungeheuer beweglicher Mensch, den ich mit Fug und Recht als Mentor bezeichnen kann. Kurz schilderte ich ihm, dass es mir gegenwärtig schwerfalle, klare Gedanken zu fassen, denn so viele weniger angenehme Umstände seien in der Gesellschaft in der wir lebten eingetreten, die mich dazu brächten, plötzlich
Was ich an K. mag, ist seine wunderbare Offenheit. Natürlich gibt es Zeitgenossen, die es einem nicht leicht machen, weil sie diese Eigenschaft mit einer Überschreitung der Grenze zur Vertraulichkeit verwechseln. K. ist nicht so. Daher war es mir keineswegs unangenehm, als er mir kürzlich mit einem Stoßseufzer berichtete: „Ok, ich geb’s zu, ich bin
Als ich neulich ein Gespräch mit F. führte, beschlich mich ein mulmiges Gefühl. Mit offenbar zu geringer Empathie witzelte ich das Bonmot „Jeder bitte nur ein Kreuz“ aus Monty Pythons „Leben des Brian“. Das jedoch erschien F. unpassend, schlimmer. Die Stimmung wurde eisig. Dabei ging es lediglich um meine satirische Bewertung einer Situation im Büroalltag:
Bei der Sache sein, das verlangten, so glaube ich, alle meine Lehrer. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie in der Schule auf Konzentration pochten, oder ob es der Gitarren- oder Bratschenunterricht war, der sich aufs Wesentliche, nämlich den Inhalt konzentrierte. So etwas bleibt haften. Hast Du es oft genug zu hören bekommen, kann es
Als ich mit K. vor ein paar Tagen die zahlreichen Baustellen in unseren Höfen betrachtete, stellte ich beiläufig fest, dass es doch recht angenehm sei, zu beobachten, wie Dinge vorankämen, über die ewig lange diskutiert wurde. In diesem Fall ging es unter anderem um denkmalpflegerische Aspekte. Und wie immer, wenn das Amt eingreift, steigen der
Heute musste ich schmunzeln. In einem spannenden historischen Museum in der oberpfälzischen Provinz stand ein Fernsehgerät. In Endlosschleife liefen darauf zahllose Werbeclips für die HB-Zigarette. Und wer ein wenig älter ist, erinnert sich noch an jenes kleine cholerische Männchen. Der machte irgendetwas, und dann brach die Welt zusammen. Alles, aber auch wirklich alles bekam der